Get Adobe Flash player

Prämie

Krankenkassen verbuchen Milliarden-Überschuss

Im ersten Halbjahr 2011 konnten die Kassen, bzw. der Gesundheitsfond einen Überschuss von 2,4 Mrd. Euro verbuchen. Es wird geschätzt, dass bis Ende des Jahres über 6 Mrd. Euro Überschuss erwirtschaftet werden.

Auf Beitragssenkungen oder Entlastungen brauchen die Versicherten aber nicht zu hoffen. Trotz der rosigen Konjunkturlage sind bereits 5 Mrd. der erwarteten 6,9 Mrd. Euro verplant. Das Gesundheitsministerium rechnet damit, dass die Ausgaben der Krankenkassen für Medikamente wieder deutlich steigen, außerdem berge die neuerliche Finanzkrise Risiken.

Bilanz des ersten Halbjahres 2011 rosig

Die Kassen nahmen bis Juni 2011 rund 91,7 Mrd. Euro ein, dem entgegen standen 89,3 Mrd. Euro Ausgaben. Den größten Posten bildeten hierbei wie üblich die Krankenhausleistungen, die mit       30,8 Mrd. zu Buche schlugen. Das sind 4,6% mehr als im Vorjahr. Dank des Arzneimittel-Sparpakets, neuen Höchstbeiträgen für Kassenleistungen, sowie Rabatte die die Kassen mit der Pharmaindustrie aushandeln konnten, stiegen die Ausgaben pro Versicherten im Schnitt nur um 2,8% im Vergleich zum Vorjahr.

Ärztepräsident fordert „Prämie für die Gesundheit“ und „Behandlung nach Dringlichkeit“

In einem Interview der rp-online.de forderte der Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery eine Finanzreform des Gesundheitswesens. Unter anderem solle ein Grundstock geschaffen werden, den die Versicherten durch eine Zusatzprämie füllen sollen.
Ärzte fordern darüber hinaus „eine Behandlung nach Dringlichkeit“.

Laut Montgomery könne durch die Finanzreform gerade in ländlichen Gebieten der Zugang zu Heilzentren und die Versorgung durch Fachärzte wesentlich verbessert werden.

In dem Interview äußerte sich der Ärztepräsident zudem über das kürzlich von Fachärzten eröffnete Internet-Portal „Vorsicht-Operation“. In diesem bieten Spezialisten an, sich gegen Honorare zwischen 400,-€ – 600,-€ Röntgenfotos anzusehen und daraufhin ihre Meinung abzugeben, ob eine Operation sinnvoll ist oder nicht.
Montgomery dazu: „Ich sehe das Angebot ambivalent, aber nicht negativ.

Das Portal steht in der Kritik nicht seriös zu arbeiten und dem Ärztestand zu schaden.

Quelle: rp-online.de